Trinkgeld für Dienstleister

Trinkgeld für Dienstleister

– Meine persönliche Meinung –

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Was ist üblich?

Sehr oft erkundigen sich zukünftige Bräute im Internet, wie die anderen Hochzeitspaaare mit Trinkgeldern handhaben. Während die Kirche meist eine Spende erhält und Trinkgelder in der Gastronomie irgendwie selbstverständlich sind, sieht es bei den restlichen Dienstleistern etwas anders aus? Hier herrscht oftmals eine große Unsicherheit. Gehört sich das? Erwarten Dienstleister ein Trinkgeld auf einer Hochzeit?

Professionelle Kalkulation

Vorab möchte ich sagen, dass ich natürlich nur für mich und von meinen Erfahrungen ausgehend sprechen kann. Zunchächst einmal sind wir alle selbstständig und sollten auch in der Lage sein, nicht auf ein Trinkgeld angewiesen zu sein. Das soll nicht heißen, dass wir ein Trinkgeld miteinkalkulieren. Das bedeutet, dass die Preise eines jeden professionellen Dienstleisters überhaupt eine Kalkulation zugrundeliegen sollte. Es gibt natürlich auch viele, die einfach Zahlen nach „Gut Dünken“ in den Raum schmeißen und noch nie berechnet haben, was sie eigentlich für ihren Aufwand berechnen müssen. Gehen wir also mal davon aus, dass die Kosten und der Aufwand des Dienstleisters monetär gesehen abgedeckt ist. Bei uns Fotografen ist es meiner Meinung nach eher ünüblich, ein Trinkgeld von den Paaren zu bekommen. Ebenso bei Videoteams, Floristen, Wedding Plannern und anderen schöpferischen und künstlerischen Dienstleistern.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Ihr habt es sicherlich geahnt: natürlich gehören auch Stylisten irgendwie zu den schöpferisch tätigen Dienstleistern. Doch hier sehe ich das mit dem Trinkgeld etwas anders, da ich bei meinem normalen Friseurbesuchen ja auch Trinkgeld zahle. Von daher würde ich persönlich bei den Stylisten schon ein Trinkgeld einplanen.

Ebenso gehört es sich, der Kirche eine Spende entgegenzubringen, sofern sie dies nicht ohnehin schon von sich aus festgelegt hat. Diese Spende kommt meistens einer Organisation eurer Wahl zu Gute und ist auf jeden Fall eine tolle Sache.

Trinkgeld für DJs, Musiker & Servicekräfte

DJs und Live-Musiker sind eine weitere Ausnahme, bei der ihr aus dem Bauch heraus entscheiden solltet. Ich persönlich würde eher dazu tendieren, dass die Dienstleister für die Musik schon ein Trinkgeld bekommen sollten.

Bei den Servicekräften ist es ja eigentlich klar: sie bekommen ein Trinkgeld. Hier würde ich mich allerdings vorher bei der Location erkundigen, wie das mit dem Trinkgeld gehandhabt wird. Vielleicht könnt ihr das Trinkgeld der Location auch direkt aushändigen, sodass der Inhaber dieses dann gerecht an die Servicekräfte und das restliche Personal verteilen kann. Denn der Koch und die Mitarbeiter hinter den Kulissen sollten natürlich auch nicht vergessen werden – das wäre ein echtes NoGo. Am besten sprecht ihr mit dem Inhaber. Im Restaurant sind in Deutschland 10% des Rechnungsbetrages angemessen. Hier habt ihr natürlich das Recht, euch einen Höchstbetrag zu überlegen. Denn wenn die Location mit Kosten im fünfstelligen Bereich zu Buche schlägt, ist ein Pauschalbetrag durchaus legitim.

Weitere Anregungen

Gibt es sonst noch irgendwelche Personen, die man vielleicht schnell vergisst? Viele Brautpaare haben kleine Geschenke für die Blumenkinder, Trauzeugen sowie andere wichtige Personen vorbereitet. Während die Blumenkinder sich natürlich über materielle Geschenke freuen, werden die anderen „wichtigen“ Personen des Tages und die fleißigen Helfer oftmals auch in einer Rede erwähnt.

Nicht nett, sondern selbstverständlich

In einigen Blogs liest man, dass sich DJs, Geistliche und Foto-/Videografen über eine Einladung zum Essen freuen. Während ich das bei den Geistlichen definitiv gelten lasse, da diese ansonsten nicht einfach zu eurer Feier kommen werden, ist es hingegen bei den ohnehin auf der Feier anwesenden Dienstleistern nicht nur nicht nett, sondern ein absoluter Faux-Pas, sie nicht beim Essen mit einzuplanen. Immerhin begleiten Fotografen, Wedding Planner oder Musiker euch den ganzen Tag und im Sommer möchte glaube ich niemand abends ein Butterbrot auspacken, dass den ganzen Tag im Auto gelegen hat, oder? Ich habe immer ein paar Powerriegel und Energydrinks dabei, um mich im Notfall „am Leben“ zu halten (klingt übertrieben, ist es aber nicht). Zum Glück ist es aber erst sehr wenige Male vorgekommen, dass ich nicht zum Essen eingeplant war. Das ist aber ein Thema, was einen eigenen Blogeintrag verdient. 😉

Alternativen zum Trinkgeld | Wertschätzung

Wie ihr seht, gibt es also bezüglich des Themas „Trinkgeld für Dienstleister“ gewisse Regeln, die es zu beachten gilt. Immerhin möchte man erstens nicht in ein Fettnäpfchen treten und ein paar Punkte für das Karma-Konto sind sicherlich auch nicht verkehrt.

Was mich (und viele andere Herzblut-Dienstleister) von Herzen freut, sind aber ganz andere Dinge. Das kann eine von Herzen geschriebene Dankeskarte sein oder etwas zum Naschen. Manchmal ist es auch eine Flasche Wein oder einfach nur eine superliebe Nachricht, wenn die Bilder angekommen sind. Berichtet uns, ob euch unsere Leistung gefällt und was euch besonders gut gefällt. Nichts ist wichtiger als ein ehrliches Feedback. Wir kreativen Köpfe machen uns lange Gedanken, wie wir euren Tag perfekt machen können. Wenn wir dann eine nette Rückmeldung, die über einen Zweizeiler hinausgeht, bekommen, freuen wir uns riesig. Eine positive Google-Bewertung hilft uns nicht nur emotional, sondern auch praktisch immer unheimlich weiter. Und ganz wichtig: wenn ihr zufrieden wart, empfehlt uns bitte so vielen Menschen wie möglich weiter. So eine Unterstützung ist wirklich Gold wert.

 

Ich hoffe, dass ich euch einen kleinen Anreiz zum Thema „Trinkgeld“ geben konnte. Manchmal ist eine ehrliche Wertschätzung viel mehr Wert als Geld.

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Heiraten trotz Corona

Heiraten trotz Corona?

– Lösungsvorschläge und Alternativen –

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Und plötzlich ist alles anders…

Heiraten trotz Corona? – Vor wenigen Monaten konnte sich wohl niemand vorstellen, dass eine Pandemie das Leben in der ganzen Welt regelrecht lahmlegt. Vor allem wir Europäer, insbesondere auch wir alle, die wir hier in Deutschland leben, hätten damit niemals gerechnet. Plötzlich dürfen wir nur noch aus lebensnotwendigen Gründen raus, Firmen stellen vorerst den Betrieb ein. Besonders die kleinen Unternehmen, die sich gerade so über Wasser halten, trifft die Krise wie ein Schlag. Doch auch eigentlich stabile Existenzen sind plötzlich bedroht. Dennoch bemühen sich alle, möglichst die Ruhe zu bewahren. Privatleute stehen vor großen finanziellen Sorgen. Durch Kurzarbeit oder Kündigungen fließt plötzlich weniger Geld und jeder überlegt genau, wofür er gerade Geld ausgibt und was sich eventuell noch aufschieben lässt.

Meine persönliche Situation

Da wir im Sommer unser zweites Kind erwarten, habe ich glücklicherweise alle Sommerhochzeiten rechtzeitig in vertrauensvolle Hände abgegeben und ohnehin nicht mit den Einnahmen der Hauptsaison gerechnet. Bei vielen Dienstleistern der Hochzeitsbranche sieht es leider nicht so gut aus. Viele von ihnen müssen bereits eingenommene Gelder teilweise oder komplett zurückerstatten – das ist Ehrensache. In solchen Momenten bin ich froh, einen sicheren Halbtagsjob zu haben und mich nicht für die komplette Selbstständigkeit entschieden zu haben.

Heiraten in der Coronakrise?

Doch nun kommen wir zu euch: euch Brautpaaren.

Ihr habt eure Hochzeitstage lange und mit viel Liebe geplant und plötzlich scheint alles auf der Kippe zu stehen. Selbst, wenn ihr erst im Sommer oder Herbst heiratet und die behördlichen Einschränkungen derzeit nur bis zum 20. April gelten, seid ihr sicher verunsichert. Werden alle geladenen Gäste teilnehmen dürfen? Wird das behördliche Verbot womöglich verlängert? Wann wird die Gefährdung vorbei sein? Möchte man riskieren, dass sich ältere Personen vielleicht auf der eigenen Hochzeit anstecken und sich in Gefahr begeben?

Fragen über Fragen, die man aktuell einfach nicht klar mit Ja oder Nein beantworten kann.

Mit diesem Beitrag möchte ich euch Anregungen geben, ob Abwarten sinnvoll für euch ist oder eine Entscheidung getroffen werden sollte.

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Ein Leitfaden zur Entscheidungsfindung

Fall 1:

Behördliches Verbot

Generell variieren die Regeln von Bundesland zu Bundesland. Eine Regel gilt jedoch für die ganze Bundesrepublik, also auch für NRW:

Das Verlassen des Hauses ist nur mit Personen des eigenen Hausstands oder maximal einer Person, die nicht im selben Hausstand lebt, gestattet. Ansammlungen (feiernder) Personen sind ebenfalls nicht gestattet.

Sprich: ihr könnt euch zwar (im Beisein eurer Taruzeugen) trauen lassen, aber die Hochzeitsfeier wird nicht stattfinden können – so bitter das auch ist. Die Location wird nicht öffnen dürfen und private Feiern zu Hause sind ebenfalls nicht erlaubt.

Fall 2:

Kein behördliches Verbot

Eure Hochzeit findet an einem Datum statt, das (bisher) nicht von den Maßnahmen betroffen ist.

Vorerst gelten die Ausgangsbeschränkungen nur bis zum 20. April 2020. Was ist, wenn eure Hochzeit also im Mai, Juni oder Juli oder sogar erst im Herbst stattfinden wird?

Solltet ihr sie vorsorglich absagen? Und wie steht ihr finanziell da, wenn ihr sie aus eigenem Willen absagt?

Hier sieht es etwas komplexer aus, was eure Möglichkeiten angeht.

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Was ist also zu tun?

Als erstes ist es wichtig, dass ihr die wichtigsten Dienstleister kontaktiert und euch mit ihnen absprecht. Kontaktiert als erstes die Location. Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Posten, denn ohne Location gibt es keine Feier – das ist klar. Ich bekomme oft mit, dass Locations oder auch andere Dienstleister darauf beharren, dass Hochzeiten nach dem 20. April auf jeden Fall stattfinden können. Doch wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist das mehr als unrealistisch. Ich persönlich finde diese Aussage sehr kurzsichtig und unvernünftig. Da die Locations teilweise große Mengen an Lebensmitteln und Getränken beschaffen müssen, ist es für diese auch ein erhebliches Risiko. Denn sobald es doch ein behördliches Verbot gibt (was offenbar täglich der Fall sein kann), bleiben die Locations vermutlich zum größten Teil auf ihren Kosten sitzen. Sicherlich müsstet ihr einen Teil für die Vorleistungen der Dienstleister schon bezahlen, jedoch wäre es im Großen und Ganzen trotzdem ein herber Verlust vor allem für die Locations.

Klare Kommunikation

Aus diesem Grund sind viele realistisch denkende Betreiber bereit, einen geeigneten Ersatztermin zu finden, ohne dass ein behördliches Verbot besteht. So gehen sie kein unnötiges Risiko ein. An diesem Fall müsst ihr natürlich damit rechnen, dass dieser Ersatztermin eher ein Termin außerhalb der Saison oder unter der Woche bzw. Sonntags sein könnte. Dafür spart ihr euch aber vielleicht die Stornierungskosten. Ganz wichtig: bitte beachtet unbedingt auch die Verträge, die ihr mit anderen Dienstleistern abgeschlossen habt und informiert sie im Vorhinein darüber. So stellt ihr sicher, dass sie sich nicht überrumpelt fühlt und ebenfalls bemüht sind, eine gute Lösung für alle zu finden. Ich habe schon einige Male mitbekommen, dass Paare einfach alles umgebucht haben und dann völlig empört waren, dass andere Dienstleister dann die Stornierungsgebühr in Rechnung gestellt haben. Daher: bitte sprecht euch mit allen ab, bevor ihr Nägel mit Köpfen macht und hinterher eine böse Überraschung erlebt. Ohne behördliches Verbot gilt nämlich, was ihr vertraglich vereinbart habt.

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Wenn der potentielle Ersatztermin feststeht…

Wenn ihr euch mit der Location auf einen potentiellen Ersatztermin geeinigt habt, kontaktiert ihr am besten euren Fotografen. Fotografen und Videografen sind definitiv diejenigen, die nach der Location als erstes gebucht werden sollten. Das sage ich jetzt nicht nur, weil ich selbst Fotografin und direkt betroffen bin. In der Realität sieht es so aus, dass wir nicht selten schon 1-2 Jahre im Voraus gebucht werden. Doch der wirtschaftliche Faktor spielt hier noch eine viel größere Rolle: natürlich sind Floristik und Styling auch sehr wichtig, aber da wir mit großer Wahrscheinlichkeit der größere finanzielle Punkt auf der Ausgabenliste sind, macht es mehr Sinn, erstmal mit uns zu sprechen, um hohe Stornierungskosten möglichst zu vermeiden. Wenn mit uns geredet wird, sind wir nämlich oft auch bereit, einen Weg zu gehen, der für beide Seiten akzeptabel ist.

So halten es die meisten Fotografen

Die meisten Fotografen nehmen eine Terminreservierungspauschale in Höhe von X%, die auch einbehalten werden darf, wenn das Brautpaar aus Gründen, die der Fotograf nicht zu vertreten hat, absagt. Ab einem bestimmten Zeitraum kommen dann noch die Stornierungskosten hinzu, sofern diese vertraglich festgehalten wurden. Wenn es richtig doof läuft, können sogar bis zu 100% Stornierungskosten auf euch zukommen. Immerhin werden die Tage über einen langen Zeitraum hinweg für euch reserviert und anderen Paaren abgesagt. Und die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tag innerhalb von wenigen Wochen neu vergeben werden kann, ist sehr gering.

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Welche Möglichkeiten ihr habt…

Vorschlag 1

Ihr verschiebt die Hochzeit auf einen Termin in der Nebensaison

Bei mir geht die Nebensaison beispielsweise circa von November bis März, da es in diesen Monaten eher ruhig zugeht. In diesem Zeitraum heiraten nur sehr wenige Paare. Doch genau dieser Fakt ist eure Chance. Sicherlich werden sich viele Fotografen darauf einlassen, diebereits von euch gezahlte Terminreservierungspauschale auf den neuen Termin anzurechnen und auf Stornierungsgebühren zu verzichten. Immerhin ist es mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin ein Tag, den sie sonst nicht vergeben hätten. Meiner Meinung nach ist das die beste und wirtschaftlichste Option für euch.

Vorschlag 2

Ihr verschiebt die Hochzeit auf einen Termin unter der Woche oder auf einen Sonntag

Unter der Woche oder Sonntags heiraten natürlich nur extrem wenige Paare. Warum? Weil die meisten Gäste unter der Woche arbeiten müssen und sich Urlaub nehmen müssten. Ja, da habt ihr sicherlich Recht. Allerdings sehe ich in diesem Fall eine gute Chance, dass viele Gäste genau dies tun können. Aufgrund der aktuellen Lage werden viele eurer Gäste ihre Sommerurlaube storniert haben und haben vielleicht noch ein paar Urlaubstage übrig, die sie gerne für euch nehmen. Sollte die Nebensaison des Fotografen aufgrund der aktuellen Lage also bereits ausgebucht sein, könntet ihr auf einen Wochentag ausweichen.

Vorschlag 3

Ihr verschiebt die Hochzeit einfach um ein Jahr

Viele Paare haben sich ihr Hochzeitsdatum nicht einfach wahllos ausgewählt. Entweder verbindet sie ein emotionaler Grund mit diesem Datum oder sie bevorzugen eine bestimmte Jahreszeit. Natürlich ist es hier naheliegend, die Hochzeit einfach um ein Jahr zu verschieben. Viee wundern sich allerdings, dass die Dienstleister das nicht ohne Probleme akzeptieren möchten. Das liegt einfach daran, dass dieser Termin eigentlich für die nächsten Paare einkalkuliert ist. Immerhin bietet ein Jahr nur etwas über 50 Wochenenden, an denen die Hochzeitsdienstleister ihre Einkommen generieren können. Würdet ihr eure Hochzeit beispielsweise von Mai 2020 auf Mai 2021 verlegen, würde der Fotograf für 2020 keine Hochzeit mehr reinkriegen und den Termin im nächsten Jahr hätte er vielleicht an ein anderes Paar vergeben können. Somit haben wir Fotografen nur an einem statt an zwei Tagen Einnahmen, was schon einen großen Unterschied macht. Mein Tipp an euch: Fragen kostet nicht unbedingt etwas oder nicht unbedingt viel. Sprecht eure Dienstleister einfach mal an, ob das für sie eine realistische Option wäre. Vielleicht möchten Sie im Optimalfall nur einen kleinen Aufschlag. Wir sitzen ja alle im selben Boot.

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Der Rest vom Fest

Wenn ihr diese zwei großen Posten (Hochzeitsfotograf & Location) geklärt habt, müsst ihr euch um einen Ersatztermin für die Trauung an sich kümmern. Solltet ihr beim Standesamt keinen Termin bekommen, an denen die Location und der Fotograf noch frei sind, gibt es noch eine andere Möglichkeit. Ihr könntet den formellen Teil entweder nur mit euren Trauzeugen an einem anderen Termin stattfinden lassen und euch einen freien Trauredner suchen. Manche Trauredner haben sogar die Befugnis, standesamtliche Trauungen zu verrichten. Wenn auch die Trauung in festen Tüchern ist, solltet ihr euch um die restlichen Dienstleister kümmern. Natürlich ist es auch hier ratsam, sie nicht vor vollendete Tatsachen zu stellen, sondern sie schon im Vorhinein zu informieren, dass ihr eine Verschiebung erwägt.

 

Heiraten trotz Corona? – Mein Fazit

Insgesamt ist es auf jeden Fall sehr wichtig, dass ihr möglichst früh einen Entschluss fasst. Denn sämtliche Hochzeiten sind dieses Jahr davon betroffen und es gilt ganz klar: „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“ Letzten Endes könnt ihr es nur selbst entscheiden. Wenn ich die Möglichkeit hätte, alles etwas nach hinten zu verschieben, ohne riesige Geldeinbußen zu haben, würde ich meine Hochzeit verschieben. Sonst würde ich wahrscheinlich nicht mehr ruhig schlafen können. Ich hoffe, dass ihr nicht denkt, dass ich es mir einfach mache – immerhin habe ich meine Hochzeit ja bereits feiern können. Ich kann sehr gut verstehen, dass ihr so viel Herzblut in euren großen Tag gesteckt habt und diese Entscheidung sicher nicht leicht fällt. Dennoch hoffe ich, dass ich euch mit diesem Beitrag einen Anhaltspunkt geben konnte, der euch bei eurer Entscheidung weiterhilft.

Ich bin derzeit am Überlegen, wie ich mit der derzeitigen Situation in Bezug auf zukünftige Verträge umgehen werde. Ich werde definitiv den Fall der Epidemie in meine AGB wortwörtlich mitaufnehmen und eine gute Lösung erarbeiten. Bisher habe ich nur höhere Gewalt in meinen AGB benannt. Da aber so viele Brautpaare verunsichert sind und das sicherlich ein Thema für alle 2021er Brautpaare sein wird, möchte ich vorsorgen und schon vor eurer Buchung eine konkrete Lösung für euch parat haben. Ich hoffe zwar, dass wir das nie wieder erleben müssen, aber ich möchte meinen Brautpaaren gerne auch eine gewisse Sicherheit geben.

Wenn ihr für den Winter oder nächstes Jahr noch eine Fotografin sucht oder sonstige Fragen habt, helfe ich euch gerne weiter. HIER könnt ihr mich ganz einfach kontaktieren. Ich hoffe trotz allem, dass eure Hochzeit wie geplant stattfinden kann! Sicherlich werden wir bald etwas mehr wissen.

Euch alles Gute und bleibt gesund!

Eure Miriam

 

Einwegkameras für eure Hochzeit

Einwegkameras für eure Hochzeit?

Ihr plant, auf eurer Hochzeit Einwegkameras aufzustellen? Dann findet ihr in diesem Beitrag alles, was ihr beachten solltet.

Jeder kennt sie, fast jeder hatte sie bereits in der Hand: Einwegkameras.

Viele Paare entscheiden sich dazu, Einwegkameras auf ihrer Hochzeit auf den Tischen aufzustellen, um am Ende coole Bilder von den Gästen und der Feier zu erhalten, ohne einen Fotografen dafür bezahlen zu müssen. Die meisten wissen, dass die Qualität nicht die Beste ist, doch „es zählen ja nur die Momente, die auf den Bildern eingefangen sind und nicht die technische Perfektion“.

 

Das richtige Modell

Einwegkameras gibt es in den verschiedensten Preisklassen: ab circa 3 € ist man schon dabei und für 10€ ist sogar schon ein integrierter Blitz vorhanden. Wenn man überlegt, dass man für einen professionellen Fotografen schonmal 200€-300€ pro Stunde hinblättert, klingt die Alternative mit den Einwegkameras nahezu verlockend.

Diese Alternative hat jedoch auch eine Kehrseite. Da Bilder ja bekanntlich für sich sprechen, möchte auch ich an dieser Stelle einfach mal einige Bilder zeigen, die die Momente einer Hochzeit zeigen.

Ich hoffe, dass ihr diese Bilder nicht wirklich schön findet…

Denn in diesem Fall muss ich euch leider enttäuschen: solche Bilder werdet ihr niemals erhalten, wenn ihr eure Hochzeitsgäste mit Einwegkameras ausstattet. Was zuerst nach einer bezahlbaren und guten Alternative aussieht, entpuppt sich spätestens bei der Entwicklung (für die ihr übrigens auch nochmal MINDESTENS 5€ pro Gerät auf den Tisch legen müsst) als leere Versprechung.

Hier mal ein paar „Impressionen“ von einer Hochzeit, auf der ich selber als Gast war (Danke Jessi, dass du mir die Bilder zur Verfügung gestellt hast):

 

IHR

MÜSST

JETZT

WIRKLICH

STARK

SEIN:

 

 

 

 

 

WIRKLICH…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hatte mich immer schon als Hochzeitsgast gefragt, ob man die Bilder einer Einwegkameras jemals zu Gesicht bekommen wird. Aber HEY! JETZT weiß ich, warum ich diese sagenumwobenen Aufnahmen noch nie gezeigt bekommen habe.

WENN man auf den Bildern überhaupt was erkennt, wird sich der zu „Erkennende“ sicherlich wünschen, er sei nicht zu erkennen. Die Bilder erinnern an Aufnahmen aus den 80er / 90er Jahren, wobei ich sagen muss, dass unsere privaten Bilder aus dieser Zeit schon erheblich moderner und besser aussehen. 

Kosten Einwegkameras

Auf einer durchschnittlichen Hochzeit sind ca. 100 Gäste à 12 Tische. Wenn man die Entwicklung der Bilder mitberechnet, läge man bei einem mittelpreisigen Gerät inkl. Entwicklung bei ca. 160€ (für 12 Stück). Das ist wirklich Geld, das man sich sparen kann, wie man sieht (wenn man überhaupt was sehen kann 😉 ).Natürlich haben die beliebten Einwegkameras zugegebenermaßen irgendwie ihren Charme, aber dieser ist schnell verflogen, wenn diese euch um 160€ erleichtert haben und ihr nur Schrott in der Hand haltet.

Alternativen zur Einwegkamera

Wenn ihr kein Geld für einen Fotografen ausgeben möchtet, bittet doch einfach eure Freunde (z.B. im Rahmen einer kleinen Challenge), mit ihren Handys abends fleißig zu fotografieren. Auch Handybilder sind natürlich noch lange nicht mit den Bildern eines professionellen Fotografen zu vergleichen, aber auf jeden Fall die bessere Alternative zu den Einwegknipsen.

Manche Fotografen verleihen übrigens auch Digitalkameras gegen eine überschaubare Leihgebühr, die ihr dann auf den Tischen platzieren könnt. Auch die schönen bunten Sofortbildkameras mit Retro-Charme sind eine nette Idee. Obwohl die Qualität auch bei diesen Cams nicht berauschend ist, haben die Gäste zumindest Spaß, da sie das Bildchen direkt mit nach Hause nehmen können.

Ich hoffe,

… dass ich euch mit diesem Beitrag einen kleinen Einblick in die Welt der unnützlichen Einwegkameras verschaffen konnte. Wenn auch ihr so schöne Bilder von euren Einwegkameras habt, freue ich mich über Fotos. Wenn ihr mir das Gegenteil beweist und mir schöne Bilder zeigt, fänd ich das natürlich genauso klasse.

 

Eure Miriam

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