Hochzeitsfotografen-Lexikon

After-Wedding-Shooting

Ein After-Wedding-Shooting ist -wie der Name schon vermuten lässt- ein Hochzeitsshooting, das nach der Hochzeit stattfindet.

 

Nachteile:

  • man muss sich nochmal stylen lassen
  • es ist nicht der Hochzeitstag

 

Vorteile:

  • man kann sich bei dem Termin nach dem Wetter richten
  • man hat die einmalige Gelegenheit, seine Hochzeitskleidung nochmal anzuziehen
  • man hat keinerlei Zeitdruck
  • man ist mit den Gedanken ganz bei sich und nicht bei den wartenden Gästen
  • man kann sich die Tageszeit -je nach gewünschtem Bildstil- genau aussuchen

 

Elopement

Immer mehr Paare entscheiden sich dafür, ihre Hochzeit zu Zweit zu zelebrieren. „Elopement“ kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Durchbrennen“. Natürlich gibt es hier keine strikten Regeln: es gibt sowohl Elopement-Hochzeiten, die die Paare wirklich nur zu Zweit feiern, aber auch jene, bei denen die engsten Angehörigen mit durchbrennen. 😉 Ebenso muss eine Elopement-Hochzeit nicht immer super spontan, sondern kann auch schon längere Zeit im Voraus geplant worden sein. Die Gründe, warum sich Paare für eine Hochzeit im kleinsten Kreis entscheiden, sind vielfältig. Mal möchten sie diesen intimen Moment einfach nur zu Zweit genießen und manchmal hat es auch familiäre oder monetäre Gründe.

 

Engagement-Shooting

Der Begriff „Engagement“ kommt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet einfach nur „Verlobung“. Ein Engagement-Shooting ist also ein Verlobungsshooting. Viele Paare buchen ein solches Shooting, um Bilder für ihre Hochzeitseinladungen zu machen. Andere wiederum möchten sich vom Können ihres Hochzeitsfotografen überzeugen. Es gibt sogar Hochzeitsfotografen, die diese Shootings in ihren Paketen bereits inkludiert haben, um zu testen, ob die Chemie zwischen euch und ihm stimmt.

Getting Ready

Mit „Getting Ready“ sind die Vorbereitungen von Braut und Bräutigam vor der Trauung gemeint. Sprich: Ankleiden & Styling. Das Getting Ready lässt eure Hochzeitsreportage erst richtig „rund“ werden und dient quasi als Einleitung. Ihr gewöhnt euch schonmal an die Situation, ständig einen Fotografen um euch zu haben. Das Schönste am Getting Ready ist aber, dass euer Partner nach eurem Hochzeitstag einen Einblick in eure Vorbereitungen gewinnen kann. Meistens bereiten sich Braut und Bräutigam ja noch nach alter Tradition getrennt voneinander auf die Hochzeit vor.

Photobooth

Auf fast jeder Hochzeit gibt es eins und jeder liebt es: das Photobooth.

Ein Photobooth ist so etwas Ähnliches wie ein Passbildautomat, nur viiieeeeel cooler. Viele Paare buchen ein Photobooth und sorgen so dafür, dass der Spaßfaktor auf der Hochzeit nicht zu kurz kommt. Die Gäste können sich vor einem Hintergrund mit einem Selbstauslöser fotografieren und sich dabei sogar noch verkleiden oder lustige Grimassen machen. Selbst die schüchternsten Gäste werden vom Photobooth magisch angezogen und es entstehen die lustigsten Bilder des Abends.

Ein Photobooth ist eine Box, in der sich eine Kamera und ein Bildschirm befinden. Manche Modelle haben sogar einen integrierten Drucker, der die gemachten Bilder direkt auf Papier bringt – eine schöne Erinnerung. Bei meiner Fotobox ist kein Drucker dabei, aber dafür werden die Bilder direkt in eine Online-Galerie geladen, aus der sich die Gäste ihre Bilder direkt auf ihre Smartphones ziehen können.

 

Styled Shooting

Jeder hat es schonmal von einem „Styled Shooting“ gehört oder gelesen. Trotzdem wissen die Wenigsten, was sich hinter diesem Namen verbirgt. Ein Styled Shooting ist ein Hochzeitsshooting, an dem neben dem „Brautpaar“ zahlreiche Dienstleister beteiligt sind, die das Shooting gemeinsam mit dem Fotografen organisieren. Der Fotograf sucht sich also ein Paar aus, das gut ins Konzept passt  und das ganze Shooting wird nach einem bestimmten Konzept ausgerichtet.

Die Styled Shootings dienen ursprünglich zum Einen dazu, seiner Kreativität mal freien Lauf lassen zu könne. Auf der anderen Seite sollen die entstandenen Bilder aber auch den potentiellen Kunden als Inspirationsquelle dienen.

Allerdings sind Styled Shootings sehr umstritten. Leider gibt es sehr viele Fotografen, die die Bilder von Styled Shootings nicht als solche kennzeichnen, sondern diese als „echte“ Hochzeit deklarieren. Das Problem bei dem Ganzen ist, dass die Gegebenheiten bei einem ganztägigen Styled Shootings nicht den Gegebenheiten (Zeitdruck, beschränkte Location, Erfahrung) auf einer echten Hochzeit entsprechen. Hier gibt es dann oft Überraschungen, wenn die Bilder der eigenen Hochzeit plötzlich ganz anders aussehen, als die top gestyleten Bilder im Portfolio. Noch vor ein paar Wochen rief ein Fotograf dazu aus, bei seiner „Fake-Hochzeit“ (ja, so nannte er sie wirklich) mitzumachen. Hier wurden dann nicht nur Dienstleister eingeladen, mitzumachen, sondern auch Fake-Blumenkinder und Fake-Gäste. Wie soll man so eine Hochzeit als Kunde noch von einer echten Hochzeit unterscheiden…

Aus diesem Grund ist es immer wichtig, dass ihr euren Wunschfotografen immer nach kompletten Reportagen und seiner Erfahrung fragt.

Workshop-Shooting

Neben den Styled Shootings gibt es auch noch die sogenannten „Workshop-Shootings“, die gerne mal als „echte“ Hochzeiten ausgegeben werden. Der Unterschied zum Styled Shooting ist der, dass das Paar bei einem Workshop sogar noch von dem Workshopleiter in Pose gebracht wird und die teilnehmenden Fotografen lediglich noch das fertig inszenierte Bild einfangen müssen. An sich ist nichts Verwerfliches daran, einen Workshop zu besuchen, denn ein Workshop bedeutet immer auch „Weiterbildung“. In den AGB der Workshops steht auch i.d.R., dass die Bilder nur mit dem Vermerk auf den Workshopleiter veröffentlicht werden dürfen, doch halten sich sehr viele nicht daran. Mittlerweile gibt es sogar ganze Portfolio-Workshops, im Rahmen derer sich die Fotografen ein komplettes Portfolio zusammenfotografieren können.

Um etwas gegen diese „Fake-Portfolios“ zu unternehmen, wurde vor Kurzem die Initiative „Wedding Unicorns“ gegründet. Wenn ihr also sichergehen wollt, dass die Hochzeiten auf der Homepage eures Fotografen „echt“ sind, schaut doch mal bei den Wedding Unicorns vorbei oder achtet auf das Siegel, das jedes Mitglied auf seiner Seite zeigen darf.

Was es mit den Wedding Unicorns genau auf sich hat, könnt ihr in diesem Beitrag HIER nachlesen.