Einwegkameras für eure Hochzeit?

Jeder kennt sie, fast jeder hatte sie schon mal in der Hand: Einwegkameras.

Viele Paare entscheiden sich dazu, Einwegkameras auf ihrer Hochzeit auf den Tischen aufzustellen, um am Ende coole Bilder von den Gästen und der Feier zu erhalten, ohne einen Fotografen dafür bezahlen zu müssen. Die meisten wissen, dass die Qualität nicht die Beste ist, doch „es zählen ja nur die Momente, die auf den Bildern eingefangen sind und nicht die technische Perfektion“.

Einwegkameras gibt es in den verschiedensten Preisklassen: mit 3 € ist man schon dabei und für 10€ ist sogar schon ein integrierter Blitz dabei. Wenn man überlegt, dass man für einen professionellen Fotografen schonmal 200€-300€ pro Stunde hinblättert, klingt die Alternative mit den Einwegkameras nahezu verlockend.

Diese Alternative hat jedoch auch eine Kehrseite. Im Folgenden könnt ihr diese Bilder einfach mal auf euch wirken lassen, denn Bilder sprechen ja bekanntlich für sich:

Ihr findet diese Bilder schön? Wirklich? Dann tut euch selbst einen Gefallen und blickt der Realität ist Auge: solche Bilder werdet ihr niemals mit einer Einwegkamera realisieren können. Was zuerst nach einer bezahlbaren und guten Alternative aussieht, entpuppt sich spätestens bei der Entwicklung (für die ihr übrigens auch nochmal MINDESTENS 5€ pro Gerät auf den Tisch legen müsst) als leere Versprechung. Hier mal ein paar „Impressionen“:
Ich hatte mich immer schon als Gast auf Hochzeiten gefragt, ob man die Bilder der Sofortbildkameras auch vom Brautpaar bekommt. JETZT weiß ich, warum sie nicht gezeigt werden.

WENN man auf den Bildern überhaupt was erkennt, wird sich der zu „Erkennende“ sicherlich wünschen, er sei nicht zu erkennen. Die Bilder erinnern an Aufnahmen aus den 80ern / 90ern, wobei unsere privaten Bilder aus dieser Zeit schon erheblich moderner und besser aussehen. 🙂

Auf einer durchschnittlichen Hochzeit sind ca. 100 Gäste à 12 Tische. Wenn man die Entwicklung der Bilder mitberechnet, läge man bei einem mittelpreisigen Gerät inkl. Entwicklung bei ca. 160€ (für 12 Stück). Das ist wirklich Geld, das man sich sparen kann, wie man sieht (wenn man überhaupt was sehen kann 😉 ). Wenn ihr kein Geld für einen Fotografen ausgeben möchtet, bittet doch einfach eure Freunde (z.B. im Rahmen einer kleinen Challenge), mit ihren Handys abends fleißig zu fotografieren. Auch Handybilder sind natürlich noch lange nicht mit den Bildern eines professionellen Fotografen zu vergleichen, aber auf jeden Fall die bessere Alternative zu den Einwegknipsen.

Natürlich haben die kleinen Kameras zugegebenermaßen irgendwie ihren Charme, aber dieser vergeht spätestens, wenn euer Porte-Monnaie um 160€ erleichtert ist und ihr keine brauchbaren Ergebnisse erhaltet.

Manche Fotografen verleihen übrigens auch Digitalkameras gegen eine überschaubare Leihgebühr, die ihr dann auf den Tischen platzieren könnt.

Ich hoffe, dass euch dieser Beitrag einen kleinen Einblick in das Einwegkamera-Universum verschafft hat.